“Was wollt ihr denn hier?” - Ballacks Spielweise
Freitag, 30. Mai 2008 | Autor: Sportsmann
Eine gelungene Charakterisierung der Spielweise von Michael Ballack - und damit der Bedeutung für die deutsche Nationalmannschaft - findet sich im Tagesspiegel. Besonders gut gefällt mir die folgende Passage, da sie Aktivitäten auf dem Platz erläutert, die in keiner Statistik vorkommen, aber für den Erfolg einer Fußballmannschaft enorm wichtig sind:
Er hat eine natürliche Präsenz, sie wirkt wie selbstverständlich und strahlt auf seine Mitspieler. Er bestimmt den Rhythmus, beschleunigt oder verlangsamt das Spiel. Seine Mitspieler orientieren sich an ihm. Sie registrieren, wann und warum er sich mit Schiedsrichtern anlegt, wann und warum er sich in Zweikämpfe wirft. Sie verstehen seine Signale, wenn er den Ball einfach nur treibt oder mit langen Pässen die Räume öffnet. Er ist die Figur, die das Spiel in seinem Zentrum zusammenhält.
Die allgemeine Kritik in der Öffentlichkeit, Michael Ballack hätte noch keinen großen Titel gewonnen, geht übrigens fehl, denn im Mannschaftssport Fußball benötigt man neben sich weitere international herausragende Mitspieler und eine sportliche Leitung, die für den entscheidenden 5. Elfmeter keinesfalls einen Engländer nominiert.
