Griechenland Schweden Tipp Bewertung Mannschaften

Sonntag, 8. Juni 2008 | Autor: Sportsmann


Am Dienstag, dem 10. Juni, treffen in Salzburg die Mannschaften aus Griechenland und Schweden aufeinander. Im ersten Gruppenspiel wird sich für beide Länder sehr schnell zeigen, was bei der Europameisterschaft 2008 möglich ist. Beide Teams verfügen über gute Spieler, und auch wenn Griechenland Titelverteidiger ist, gehören beide Mannschaften zu den Außenseitern bei diesem Turnier.

Derzeitige Form und die letzten Ergebnisse

Die letzten Spiele Griechenlands in diesem Jahr:

  • Griechenland gegen Armenien 0:0
  • Ungarn gegen Griechenland 3:2
  • Griechenland gegen Zypern 2:0
  • Portugal gegen Griechenland 1:2

Die letzten Spiele Schwedens in diesem Jahr:

  • Schweden gegen Ukraine 0:1
  • Schweden gegen Slowenien 1:0
  • Brasilien gegen Schweden 1:0
  • Türkei gegen Schweden 0:0

Zuletzt schwächelte Griechenland und spielte gegen schwache Armenier nur 0:0. Ob dies den tatsächlichen Leistungsstand wiedergibt, bleibt abzuwarten. Schließlich haben die Griechen eine gute Qualifikation gespielt, die vor einigen Jahren noch als Riesenerfolg gefeiert worden wäre. Dass die Ansprüche gestiegen sind, kann auch nicht durch die zur Schau gestellte Bescheidenheit verdeckt werden. Die Griechen trauen sich einiges zu und der Kader ist im Vergleich zu 2004 nicht schlechter geworden. Besonders im Sturm ist mit Ioannis Amanatidis ein guter Spieler hinzugekommen, der sich in jüngster Vergangenheit in exzellenter Form zeigte. Aber auch die Abwehr hat mit dem Frankfurter Sotirios Kyrgiakos an Qualität gewonnen.

Insgesamt stehen große Fragezeichen hinter der Leistungsfähigkeit der schwedischen Nationalmannschaft, die im letzten Testspiel gegen die Ukraine, das man mit 0:1 verlor, nicht kleiner geworden sind. Neben Ibrahimovic hatten auch Spieler wie Rosenberg, Johan Elmander oder Fredrik Ljungberg im Vorfeld der Europameisterschaft mit Verletzungen zu kämpfen, was eine optimale Vorbereitung fast unmöglich machte.

Stärken und Schwächen von Griechenland und Schweden

Die Griechen unter Trainer Otto Rehhagel verfügen über eine eingespielte Mannschaft ohne große Stars. Zehn Spieler des aktuellen Kaders sind 2004 Europameister geworden und bilden nach wie vor den Kern der griechischen Mannschaft. Dank des gewieften Taktikers Rehhagel, der mit seiner berühmten “kontrollierten Offensive” in Bremen und Kaiserslautern große Erfolge feiern konnte, verfügen die Griechen über ein sehr gutes Defensivverhalten, das ihnen vor vier Jahren sogar zum Titel verholfen hat. Damals hat man Rehhagel altmodischen Fußball vorgeworfen, dabei aber übersehen, dass er aus den begrenzten Möglichkeiten seines Teams das Optimum herausgeholt hat. Problematisch könnte für die Griechen werden, dass sie in der Offensive wenig Durchschlagskraft besitzen und mangels überragender Einzelkönner gegen gut stehende Abwehrriegel schnell an ihre Grenzen geraten.

Das schwedische Team tritt sehr kompakt auf und spielt einen klaren und schnörkellosen Fußball. Es werden wenige Chancen zugelassen, aber auch oft zu wenige Tormöglichkeiten herausgespielt. Das Team verfügt mit Zlatan Ibrahimovic, Henrik Larsson und Fredrik Ljungberg über exzellente Einzelkönner, wobei die beiden letztgenannten schon über ihren Zenit hinaus sind. Defensiv ist eine große Kopfballstärke festzustellen, die sich allerdings in der Offensive bei Standards zu selten zeigt.

Um erfolgreich gegen die Schweden bestehen zu können, muss man schnell spielen, immer wieder in die Nahtstellen der Abwehrkette stoßen und die Schwächen der schwedischen Abwehrspieler am Boden ausnutzen. Mit hohen Bällen sollte es ausgesprochen schwer sein, zum Erfolg zu kommen. Deswegen ist der Pass in den Rücken der Abwehr bei Angriffen über außen zu bevorzugen.

Griechenland spielte noch 2004 mit einer Art Ausputzer hinter einer Viererabwehrkette. Mittlerweile ist das System etwas moderner geworden, aber man kann sicher sein, dass der griechische Trainer Rehhagel für den Fall der Fälle nicht zögern wird, zu diesem Konzept zurückzukehren. Zuletzt spielten die Griechen aber eher mit einem verstärkten Mittelfeld, das von den beiden sehr lauffreudigen Sturmspitzen unterstützt wird. Unklar ist noch, ob die Griechen tatsächlich mit zwei Spitzen spielen werden, oder der zweite Stürmer als taktische Variante von der Bank kommen wird.

Die Schweden spielen ein klares 4-4-2. Sie gelten nicht zu Unrecht als Erfinder der modernen Viererkette und beherrschen diese Abwehrvariante sehr gut. Davor spielt eine weitere Viererkette, die große Vorteile für die defensive Organisation hat, aber in der Vorwärtsbewegung relativ starr wirkt. Dieser Mangel kann durch spielstarke und schnelle Außenspieler überwunden werden, über die das schwedische Team jedoch nur in sehr überschaubarer Zahl verfügt. Vorne spielen zwei Stürmer, entweder als klassisches Mittelstürmerpaar oder mit einem etwas nach hinten versetzten Halbstürmer.

Schlüsselspieler von Griechenland und Schweden

Der Torwart Antonis Nikopolidis wird wohl auch bei dieser Europameisterschaft die Nummer 1 sein, obwohl er zuletzt keinen sicheren Eindruck machte. Allerdings fehlen den Griechen die klaren Alternativen auf dieser Position. Eine gute Torwartleistung ist aber gerade bei der gewählten defensiven Ausrichtung eine wichtige Voraussetzung für Erfolg. Im Mittelfeld ist der Schlüsselspieler für die Griechen der 31-jährige Georgios Karagounis von Panathinaikos Athen, der zuletzt an Knieproblemen laborierte. Nach letzten Angaben der medizinischen Abteilung ist sein Einsatz gegen Schweden nicht gefährdet, aber es ist abzuwarten, wie sich die mangelnde Vorbereitung auf seine Leistung auswirken wird. Für die Hierarchie in der Mannschaft und den Spielaufbau ist er jedoch unersetzlich, so dass er auch dann spielen wird, wenn er nicht in absoluter Topform sein sollte.

Bei den Schweden stehen zwei Spieler im Fokus, die aufgrund ihrer Persönlichkeit und fußballerischen Klasse deutlich aus dem Kollektiv herausragen. Erst in letzter Minute ist Henrik Larsson zum Team gestoßen. Trainer Lars Lagerbäck sorgte damit für einen Paukenschlag, da Larsson seit zwei Jahren nicht mehr für die Nationalmannschaft gespielt hatte. Neben ihm spielt Zlatan Ibrahimovic, der Superstar von Inter Mailand, der aktuell einer der besten Spieler der Welt ist. Mit einer brillanten Technik ausgestattet, die man ihm aufgrund seines Körperbaus kaum zutraut, sorgt er seit Jahren in der Serie A für Furore. In der Nationalmannschaft sind große Leistungen bislang jedoch Mangelware.

Bei den Schweden wird alles davon abhängen, ob Ibrahimovic endlich sein Phlegma in der Nationalelf überwindet und an die überragenden Leistungen im Club anknüpfen kann. Rechtzeitig vor Beginn der Europameisterschaft meldete er sich gesund und damit steht einem Traumduo Larsson und Ibrahimovic nichts mehr im Wege. Ob aber Larsson noch die Klasse hat und sich auf höchstem Niveau beweisen kann, bleibt wenigstens vorerst noch eine offene Frage.

Unklar ist zudem, ob Freddie Ljungberg von West Ham United zum Einsatz kommen wird. Er laborierte vor der Europameisterschaft an einer Rippenverletzung und es ist fraglich, ob er rechtzeitig fit wird. Letzte Aussagen aus dem schwedischen Lager legen nahe, dass es für das erste Gruppenspiel äußerst knapp werden könnte. Da Ljungberg im Mittelfeld fast der einzige Kreativspieler mit Klasse ist, wäre sein Ausfall ein herber Verlust.

EM-Tipp für das Spiel Griechenland gegen Schweden

Für beide Mannschaften ist das erste Spiel von entscheidender Bedeutung für den Erfolg bei der Europameisterschaft 2008. Gewinnt man, kann man das zweite Spiel etwas entspannter angehen, bei einer Niederlage ist die zweite Partie schon ein Endspiel. Selbst ein Unentschieden könnte zu wenig sein, da die beiden anderen Teams der Gruppe, Russland und Spanien, stärker einzuschätzen sind. Vermutlich geht es nur um den zweiten Platz, da die Spanier über die mit Abstand beste Mannschaft in dieser Gruppe verfügen und ihre Stärke in einem Turnier endlich umsetzen sollten.

Eine Prognose für das Aufeinandertreffen von Schweden und Griechenland abzugeben ist schwer. Es könnte eine typisches 0:0 werden, da beide Mannschaften ihre Stärken in der Defensive haben und für beide Teams sehr viel auf dem Spiel steht. Sollte allerdings frühzeitig ein Tor fallen, würde das gegnerische Team die notwendige Stärke besitzen, auch unter Zugzwang stabil und kreativ zu spielen. Mein Tipp daher: ein 1:1.

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Thema: Europameisterschaft Fußball, Sportwetten-Tipps

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2 Kommentare

  1. Und was ist jetzt dein Tipp?

  2. 2
    Sportsmann 
    Dienstag, 10. Juni 2008

    Ich würde zu einem 1:1 tendieren, mit Vorteilen für die Griechen.

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