Niederlande gegen Italien Spielbericht und Statistik

Montag, 9. Juni 2008 | Autor: Sportsmann


In der Startaufstellung der Niederländer wurde überraschend Khalid Boulahrouz aufgeboten, der die rechte Verteidigerposition besetzte. Marco Materazzi ersetzte Fabio Cannavaro in der italienischen Innenverteidigung. 

Erste Halbzeit zwischen den Niederlanden und Italien

Die Begegnung wurde von beiden Mansnchaften beherzt begonnen; nach kleinen Fehlern auf beiden Seiten entstanden die ersten beiden gefährlichen Situationen, die aber nicht zur Torabschluss genutzt werden konnten. Auch danach wurde das Spiel schnell und ballsicher nach vorne verlagert, aber der entscheidende Pass fehlte noch. In der 11. Minute zog Rafael van der Vaart einfach mal aus 20m ab, und Gianluigi Buffon musste zum ersten Mal ernsthaft eingreifen. Auf der Gegenseite konnte Luca Toni einen Kopfball in aussichtsreicher Position nicht zum besser postierten Mitspieler ablegen.

Die Spielanlage der Niederländer war bis zu diesem Zeitpunkt überzeugender, so dass Ruud van Nistelrooys Chance in der 18. Minute fast zwangsläufig ist, als er sich aber den Ball im Strafraum zu weit vorlegte und ins Straucheln geriet. Echte Tormöglichkeiten entstanden in den nächsten Minuten nur durch Standardsituationen, die aber etwas zu hoch ausfielen. In der 26. Minute fälschte van Nistelrooy einen strammen Schuss Wesley Sneijder in den Strafraum frei vor dem Tor unhaltbar für Buffon ab. Italien übernahm nun kurzzeitig die Initiative, fing sich aber in der 31. Minute einen Konter ein, der erfolgreich über Sneijder abgeschlossen wurde.

Die Niederländer blieben weiterhin aufmerksam und dem Spielstand entsprechend abwartender, aber immer darauf bedacht, bei Balleroberung schnell nach vorne zu spielen. In dieser Phase standen die Italiener zwar gut geordnet, aber die Abwehraktionen wirkten oftmals zu unkonzentriert, wie in der 43. Minute, als van Nistelrooy zum wiederholten Male nach einem exzellenten Pass van der Vaarts durch die Abwehr einschussbereit vor Buffon auftauchte und nur knapp am Torwart scheiterte.

Zweite Halbzeit zwischen den Niederlanden und Italien

Die Niederlande verlegten sich auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht darauf, das Ergebnis nur zu verwalten, sondern spielten im Gegenteil weiter lauffreudig und kombinationssicher nach vorne. Allerdings investierten die Italiener natürlich mehr als in den ersten 45 Minuten, so dass das italienische Spiel bis zum Strafraum ganz gefällig war, auch wenn die letzte Entschlossenheit und Genauigkeit fehlte.

Dann wird die letzte Viertelstunde spektakulär eingeleitet. Erst konnte Toni in der 75. Minute einen hohen Pass in den Strafraum nur noch annehmen, aber den Ball nicht mehr platziert aufs Tor bringen. Kurz darauf schoss Fabio Grosso aus 5m Edwin van der Saar an. Eine Minute später zirkelte Alessandro del Piero einen Freistoß ins obere Eck, aber van der Saar hechtete in Weltklassemanier nach rechts. Beim direkt anschließenden Konter fällt die Entscheidung, indem Giovanni van Bronckhorst nach Pass von Dirk Kuijt etwas abgefälscht und unhaltbar einnetzte.

Fazit

Die Italiener verausgabten sich beim Singen der Nationalhymne so sehr, so dass sie das gesamte Spiel über unterlegen waren und sich zu keiner Zeit zwingend kreativ in Szene setzen konnten. Die Niederländer waren kombinationssicher und bei Gegenstößen sehr gefährlich. Die Niederlande spielten sich mit dem Sieg gegen Italien in eine Favoritenrolle. Die Italiener sind am Freitag nun gegen Rumänien gefordert, um im Turnier zu bleiben, und die Niederländer könnten gegen Frankreich schon den Einzug ins Viertelfinale feiern.

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Thema: Europameisterschaft Fußball

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