Österreich gegen Kroatien Spielbericht und Statistik

Sonntag, 8. Juni 2008 | Autor: Sportsmann


Am Nachmittag des Spiels wurde der gespannten Öffentlichkeit endlich bekannt gegeben, wer das Tor der Österreicher bei der Europameisterschaft hüten wird; die Wahl fiel auf Jürgen Macho und gegen Alexander Manninger. In der Abwehr bot der österreichische Trainer eine Dreier-Abwehrkette auf, mit Martin Stranzl in der Zentrale. Roland Linz und Martin Harnik sollten als schnelle Spitzen Räume in Kroatiens Abwehr nutzen. Kroatien bestritt das Spiel wie erwartet, unter anderem mit Ivica Olic und Mladen Petric als Stürmer in vorderster Front.

Erste Halbzeit zwischen Österreich und Kroatien

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag; schon in der 3. Minute der erste Elfmeter des Spiels und Turniers, nach einem Foul von Rene Aufhauser an Olic. Luka Modric übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher; mit einem scharfen, flachen Schuss in die Mitte des Tors. 

Österreich begann insgesamt unsicher und unbeweglich in der Defensive. Nach vorne konnten anfangs keine gefährlichen Situationen initiiert werden. In der achten Minute dann der erste Schuss Österreichs durch Jürgen Säumel. Das Spiel der Österreicher war in dieser Zeit aber noch zu umständlich; die Kroaten standen gut gestaffelt und verengten die Räume geschickt. In der 14. Minute wieder Gefahr für Macho, als ein scharfer Freistoß von allen Spielern verpasst wurde und knapp neben dem Tor ins Aus ging. Ein Minute später schon die nächste Chance für Kroatien; diesmal aber in höchster Not von den Österreichern geklärt.

In der 18. Minute dann ein notwendiges Achtungszeichen der Österreicher: Sebastian Prödl zieht aus 25m aufs Tor ab; der Schuss war aber zu hoch. Österreich gelang es in den folgenden Minuten, Spielanteile zu gewinnen, aber die Zuspiele nach vorne waren zu ungenau und nicht zwingend genug, so dass Kroatien nie in große Bedrängnis kam. Die Österreicher versuchten deswegen auch in der Folge immer wieder durch Weitschüsse für Gefahr zu sorgen. Auf der Gegenseite agierten Petric und Olic zu dieser Zeit sehr zweikampfstark und immer für Anspiele bereit; allerdings fehlte auch ihnen das Glück im Abschluss. 

In der 40. Minute endlich höchste Gefahr für Kroatiens Tor. Harnik erlief einen tiefen Ball an der Grundlinie und passte kurz vor das Tor, aber Josip Simunic stand richtig zur Abwehr. Eine weitere Chance kurz darauf kennzeichnet diese beste Phase der Österreicher ein paar Minuten vor der Pause. Aber die erste Halbzeit enttäuschte eher, da Kroatien nicht mehr unbedingt musste, und Österreich anscheinend nicht besser konnte.

Zweite Halbzeit zwischen Österreich gegen Kroatien

Österreich kam motiviert aus der Halbzeit und übernahm gleich die Initiative. Der kroatische Torwart war aber kaum einer echten Prüfung ausgesetzt. Die Kroaten zogen sich immer weiter in die eigene Hälfte zurück und agierten abwartend. Die größte Gefahr ging von Harnik aus, der sich auf der rechten Seite ein paar Mal erfolgreich durchsetzte und scharf in den Strafraum passte, wo der Ball aber selten einen einschussbereiten Mitspieler fand. In der 60. Minute setzte sich Modric im Strafraum nach einem österreichischen Abwehrpatzer durch, aber auch sein Pass fand keinen geeigneten Abnehmer.

Ab der 70. Minute erarbeitete und erspielte sich Österreich Feldvorteile, vor allem die Einwechslung von Ümit Korkmaz sorgte für spürbare Belebung auf der linken Seite. Die Schüsse aufs Tor der Kroaten häuften sich nun. Die Leidenschaft im Spiel des Gastgebers war deutlich spürbar, aber auch die mangelnde Erfahrung und fehlende internationale Klasse. Der Gegner Kroatien kam in dieser Phase kaum zu Entlastungsangriffen. 

Fazit

Nach einem frühen Tor sparte Kroatien Kräfte und investierte nicht 100% in das Spiel. Die Österreicher waren bemüht, aber ihnen fehlte übers gesamte Spiel betrachtet die Kreativität im Spielaufbau, die Passgenauigkeit und letztendlich die zwingenden Torchancen. Erst in den letzten 20 Minuten gelang es ihnen, Kroatien wirklich unter Druck zu setzen und Torgefahr auszustrahlen. Österreich muss das zweite Spiel nun gewinnen; Kroatien kann dagegen im nächsten Spiel gegen Deutschland schon eine Vorentscheidung im Kampf um den Gruppensieg schaffen.

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Thema: Europameisterschaft Fußball

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