Rumänien gegen Frankreich Spielbericht und Statistik

Montag, 9. Juni 2008 | Autor: Sportsmann


Frankreich begann ohne den angeschlagenen Thierry Henry in der Spitze; stattdessen rückte Nicolas Anelka in die Startelf. Daneben lief auch der Franzose Patrick Vieira nicht auf. Dagegen konnten die Rumänen auf alle ihre Stars zurückgreifen. 

Erste Halbzeit zwischen Rumänien und Frankreich 

Frankreich übernahm von Beginn an die Initiative und drückte die Rumänen tief in deren eigene Hälfte. Dabei stand Rumänien sicher und auf Ordnung bedacht. In der 8. Minute ist die erste kleinere Chance für Frankreich zu verzeichnen, als Anelka einen Steilpass von Franck Ribery erlief und sofort aus spitzen Winkel abzog; allerdings ohne große Torgefahr.

Nach zehn Minuten versuchte dann auch Rumänien über einen bedachten Spielaufbau vorsichtig nach vorne zu spielen. In der 17. Minute kommt der rumänische Torwart Bogdan Lobont zu ungestüm aus dem Tor und fliegt am Ball vor Florent Malouda vorbei, aber die Franzosen konnten diesen Fehler nicht für eine Torchance nutzen. Diese Szene ist bezeichnend für das rumänische Spiel am Anfang, da kleinere Unachtsamkeiten ein paar Mal zu Ballverlusten führen.

Das Spiel schleppte sich nun größtenteils dahin. Beide Mannschaften fanden bis zur 30. Minute noch keine Mittel, um den Gegner vor größere Probleme zu stellen. Für den neutralen Beobachter klärt sich nun die Bezeichnung „Todesgruppe“ schnell auf: die Spieler scheinen schon mindestens halbtot über den Platz zu wandeln. Erst in den letzten fünf Minuten kam es in beiden Strafräumen noch kurzzeitig zur Belebung, als sich aus kleinen Unsicherheiten der jeweiligen Hintermannschaften gute Einschussmöglichkeiten boten, die aber allesamt ungenutzt blieben.

Zweite Halbzeit zwischen Rumänien und Frankreich

Frankreich kam engagierter aus der Pause, und hatte in der 49. Minute durch einen guten Schuss von Malouda die erste zwingende Gelegenheit. Kurz darauf ging Willy Sagnol in Strafraumnähe ungestüm in die Beine von Adrian Mutu. Den fälligen Freistoß aus 19m führte Mutu selbst aus; der Schuss blieb allerdings in der Mauer hängen. Die Rumänen blieben nun am Drücker, hielten das Tempo hoch und flankten immer wieder gefährlich in den französischen Strafraum, aber die Flanken konnten in dieser besten rumänischen Phase in der Offensive noch nicht verwertet werden.

In der 57. Minute erreichte eine Flanke von Ribery den frei stehenden Karim Benzema 15m vor dem Tor, dessen Schuss aber nicht platziert genug sicher vom rumänischen Torwart gehalten werden konnte. Frankreich gewann nun immer mehr Spielanteile, aber viele offensive Aktionen basierten auf kleinen spielerischen Mängeln der Rumänen, die aber trotzdem im Verbund konzentriert blieben, so dass sich kaum verwertbare Lücken in der rumänischen Abwehr ergaben.

In der 72. Minute und 78. Minute dann zwei Höhepunkte des Spiels: Völlig entkräftet machten Anelka und Benzema Platz für Bafetimbi Gomis und Samir Nasri. Dennoch blieb das Spiel der Franzosen zu einfallslos und nicht torgefährlich genug. Nur Ribery riss das Spiel an sich, aber seine Mitspieler sind auch gedanklich immer einen Schritt zu spät.

Fazit

Ein für beide Seiten schmeichelhaftes 0:0; beide Seiten hätten einen Punktabzug verdient. Die so genannte Todesgruppe lähmte fast alle Protagonisten. Obwohl Ribery das gesamte Spiel über sehr laufstark und engagiert war, litt das Spiel der Franzosen unter mangelnder Kreativität; es konnten kaum torgefährliche Situationen initiiert werden. Dagegen wirkten die Rumänen in der Defensive reichlich abgeklärt, aufmerksam und bestätigten ihre gute Form aus der EM-Qualifikation. Zeitweise hatte man sogar das Gefühl, als ob Rumänien im Gegenteil zu Frankreich leistungsmäßig noch Luft nach oben hätte. Am Freitag kann Rumänien dann gegen Italien nachlegen. Die Franzosen sind gegen die Niederlande gefordert, sich mehr Torchancen herauszuarbeiten, um nicht vorzeitig auszuscheiden.

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Thema: Europameisterschaft Fußball

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