Spanien gegen Russland Spielbericht und Statistik
Dienstag, 10. Juni 2008 | Autor: Sportsmann
Der spanische Trainer Luis Aragones verzichtete zu Beginn auf den Mittelfeldspieler Cesc Fabregas und startete mit Fernando Torres und David Villa in der Sturmzentrale. Sein Gegenüber Guus Hiddink bot dagegen mit Roman Pavlyuchenko nur eine Sturmspitze auf. Des Weiteren stellte Hiddink seine Abwehr von einer Dreier- auf eine Viererkette um.
Erste Halbzeit zwischen Spanien und Russland
Beide Mannschaften versuchten von Beginn an, temporeich und gefällig nach vorne zu spielen und die entscheidende Lücke zu suchen. Nach drei Minuten musste Iker Casillas das erste Mal eingreifen, als er einen scharfen Freistoß von der linken Seite durch Yuriy Zhirkov nur knapp aus dem Strafraum fausten konnte. In der 9. Minute erreichte ein langer Pass von Sergio Ramos Villa im Strafraum, der den Ball aber nicht mehr sicher unter Kontrolle brachte.
In der 17. Minuten zeigte sich die bisherige Überlegenheit der Russen, als die beste Möglichkeit des Spiels durch Igor Semshov, nach einem Querpass von Aleksandr Anyukov, nur knapp das Tor verpasste. In der 20. Minute erlief Torres einen weiten, flachen Pass und setzte sich im Zweikampf mit dem russischen Verteidiger Denis Kolodin klasse durch, so dass sein Querpass nach rechts nur noch von Villa eingeschoben werden musste. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend; und die Antwort der Russen lässt nicht lange auf sich warten. Denn zwei Minuten später landete ein Schuss von Konstantin Zyryanov am spanischen linken Pfosten. Die Spanier blieben weiter am Drücker und erspielten sich durch ihre pfeilschnellen Stürmer weitere Einschussmöglichkeiten.
Die Spanier blieben weiter am Drücker und erspielten sich durch lange Pässe auf ihre pfeilschnellen Stürmer weitere Einschussmöglichkeiten. Aber auch Russland ließ sich durch den Rückstand nicht einschüchtern; stattdessen spielten sie weiterhin technisch stark und kombinationssicher durchs Mittelfeld, immer wieder auf der Suche nach der Lücke in der spanischen Abwehr. In der Schlussminute der ersten Halbzeit dann aber der Rückenschlag für Russland: Spanien zog einen Konter lehrbuchmäßig durch, und Iniesta spielte den tödlichen Pass durch die Nahtstelle der russischen Abwehr auf Villa, der zum zweien Mal eiskalt abschloss.
Zweite Halbzeit zwischen Spanien und Russland
Russland begann angesichts des Spielstandes energischer, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erspielen. Die Spanier blieben weiter aufmerksam, um die Fehler der Russen auszunutzen. So wie in der 58. Minute, als Villa am Strafraum nicht angegriffen wird und sein Schuss nur vom Torwart abgewehrt werden konnte. Kurz danach ein guter Schuss des Russen Diniyar Bilyaletdinov, der aber letztendlich zu schwach war.
Die Russen wirkten danach zu ideenlos, um den Spanier wirklich gefährlich werden zu können. Spanien selbst schaltete zwar einen Gang zurück, aber blieb durch seine Kombinationssicherheit immer torgefährlich, so wie in der 75. Minute, als Villa nach einem Traumpass zum dritten Mal erfolgreich war. Russland hatte auch in der Folge nichts mehr zuzusetzen, die sich aber nicht aufgaben. In der 86. Minuten erzielten sie sogar einen Treffer, als eine verlängerte Ecke schließlich von Roman Pavlyuchenko aus 5m ins Tor geköpft wurde. In der Nachspielzeit gelang Spanien ein weiteres Tor durch Fabregas.
Fazit
Beide Mannschaften waren in dieser Begegnung technisch gleichwertig, wobei Spanien noch direkter, cleverer und schneller nach vorne agierte. Bei den Russen fehlte letztendlich der letzte Pass in die Spitze, so dass herausgespielte Torchancen für sie eher Mangelware waren. Die Spanier setzten mit diesem 4:1 ein Achtungszeichen und spielten sich in den Kreis der Favoriten. Den Russen fehlte es etwas an Aggressivität, um im Spiel zu bleiben. Aber sie haben mit ihrer Leistung weiterhin alle Chancen auf das Viertelfinale.
