Tschechien Portugal Tipp für EM-Spiel

Dienstag, 10. Juni 2008 | Autor: Sportsmann


Nach langem Rätselraten und Spekulieren über Form und Stärke der EM-Teilnehmer kann nach den ersten Partien endlich mit Fakten argumentiert werden. Vor dem Spiel Tschechien gegen Portugal lassen sich wenigstens Tendenzen bei beiden Mannschaften ablesen und daraus ergibt sich ein ziemlich klares Bild. Während die Tschechen in ihrem ersten Spiel gegen die Schweiz keinen sonderlich starken Eindruck machten, ist Portugal nach dem ungefährdeten Sieg gegen die Türkei seiner Rolle als Mitfavorit durchaus gerecht geworden.

Rückblick auf das erste Spiel von Tschechien und Portugal bei der Europameisterschaft

Die Tschechen konnten im ersten Spiel selten an die glanzvollen Auftritte früherer Jahre anknüpfen. Es zeigt sich, dass das Fehlen von Pavel Nedved, der seine Karriere in der Nationalelf beendete, und vom verletzten Tomas Rosicky nicht kompensiert werden konnte. Dies ist kaum verwunderlich, da die beiden genannten Spieler zentrale Figuren in der Hierarchie gewesen sind und zudem ein hohes Maß an individueller Klasse einbringen konnten.

Gegen die leidenschaftlichen Schweizer wirkten die Tschechen oft hilflos, und spätestens nach der unverständlichen Auswechslung von Jan Koller gelangen kaum noch offensive Aktionen. Nur durch einen glücklichen Zufall entstand überhaupt ein Tor, und so reichte eine einzige Chance, um im ersten Spiel als Sieger von Feld zu gehen. Auch die Abwehr überzeugte keineswegs und hatte am Ende mehr Glück als Können vorzuweisen.

Völlig anders war der Auftritt der Portugiesen im Spiel gegen die Türkei. Von Beginn an konnte man einen Klassenunterschied ausmachen, der sich unter anderem darin zeigte, dass die Türken immer wieder mit Schwalben zum Erfolg kommen wollten. Hochgelobte Spieler wie Tuncay blieben völlig blass und Leistungsträger wie Emre oder Nihat wirkten das gesamte Spiel über überfordert. Dies lag aber weniger an der Türkei selber, sondern vielmehr an den beeindruckend auftretenden Portugiesen um ihren Superstar Cristiano Ronaldo. Nach der goldenen Generation um Figo scheint eine neue, vielleicht noch stärkere, junge Generation heranzuwachsen, die vom Brasilianer Luiz Felipe Scolari bestens eingestellt war für ihren ersten Auftritt bei dieser Europameisterschaft.

Ausblick auf die notwendigen Verbesserungen im Spiel Tschechien gegen Portugal

Im ersten Spiel fehlte es den Tschechen an Temperament und dem Willen, unbedingt ein Tor erzielen zu wollen. Gegen Portugal kann Tschechien aber nur bestehen, wenn die Abwehr regelmäßig durch eigene Angriffe entlastet wird. Wenn man sich genauso in die Defensive drängen lässt wie gegen die Schweiz könnte es zu einem Debakel kommen. Auch wenn Brückner ein Taktikfuchs ist, wird es schwer für ihn werden, ein Mittel gegen die übermächtigen wirkenden Portugiesen zu finden. Ein probates Mittel könnten Fernschüsse sein, da der einzige Schwachpunkt des Gegners im Tor zu finden ist. Der neue EM-Ball neigt zudem zum Flattern, so dass selbst Schüsse aus der zweiten Reihe brandgefährlich werden können.

Als einzige Schwäche hat es Portugal im Spiel gegen die Türkei nur versäumt, noch mehr Tore zu schießen. Allerdings kann man ihnen nicht den Vorwurf machen, den Abschluss nicht gesucht zu haben. Alleine drei Latten- bzw. Pfostentreffer sprechen für ein gehöriges Maß an Pech. Anders als in früheren Jahren gibt es mehrere torgefährliche Leute, allen voran natürlich der Torjäger der Premier League, Cristiano Ronaldo. Dazu kommt Nuno Gomes und auch Pepe stößt, wie bei seinem Tor zu sehen, immer wieder überraschend in die Spitze vor. Die Zeiten des schönen, aber uneffektiven Fußballs scheinen endgültig überwunden. Die einzige Schwäche offenbarten die Mannen von Scolari bei defensiven Standards und hin und wieder auch bei hohen Bällen aus dem Spiel in den Strafraum. Vor allem der Torhüter Ricardo macht nicht immer die beste Figur beim Herauslaufen und verunsichert damit zuweilen seine Vorderleute. Mit den kopfballstarken Innenverteidigern Pepe und Ricardo Carvalho müsste dieses Problem aber in den Griff zu bekommen sein.

Ausblick auf die Taktik zwischen Tschechien und Portugal

Die Tschechen werden wieder aus einer starken Abwehr spielen und versuchen, ihr technisch gefälliges, aber etwas langsames, Spiel den Portugiesen aufzuzwingen. Wenn es gelingt, den Raum eng zu machen und die Portugiesen schon im Aufbau zu stören, dann kann dieser Plan durchaus gelingen. Durch den Sieg im ersten Spiel würde den Tschechen auch ein Unentschieden reichen, so dass man keinesfalls erwarten darf, einen Sturmlauf zu sehen. Absicherung wird wohl die erste Option sein, um je nach Spielverlauf flexibel reagieren zu können.

Portugal wird nichts verändern im Vergleich zum ersten Spiel. Alle Mannschaftsteile konnten überzeugen und lassen sogar noch Raum für Steigerungen. So war Ronaldo zwar an fast allen gefährlichen Szenen beteiligt, konnte aber seine ganze Dominanz noch nicht zeigen. Auch der Mittelfeldstratege Deco konnte nähert sich erst langsam wieder seiner Topform, bewies aber in mehreren Aktionen seine unbestreitbare Klasse. Zusammen mit Moutinho bildet er ein geniales Duo im zentralen Mittelfeld.

Ausblick auf die Mannschaften zwischen Tschechien und Portugal

Karol Brückner steht vor einigen schwierigen Personalfragen. Da die gesamte Mannschaft nicht überzeugen konnte, mit Ausnahme vielleicht von Petr Cech und Tomas Ujfalusi, könnte es durchaus zu einigen Veränderungen kommen. Die Auswechslung von Jan Koller gegen die Schweiz kurz nach der Halbzeit war ein Paukenschlag und hätte sein Ersatz Vaclav Sverkos nicht das entscheidende Tor gemacht, sähe Brückner sich wohl massiver Kritik ausgesetzt.

Der Torschützenkönig der Europameisterschaft 2004, Milan Baros, kam überhaupt nicht zum Einsatz, könnte aber eine Alternative gegen die Portugiesen sein. Das Vertrauen in seinen ehemaligen Lieblingsschüler scheint bei Brückner aber äußerst begrenzt zu sein, nachdem dieser in den letzten beiden Jahren nur selten gute Leistungen im Verein abrufen konnte.

Scolari wird wohl, falls keine Verletzungsprobleme auftreten, der Mannschaft aus dem ersten EM-Spiel vertrauen. Anders als sein Gegenüber verfügt er für den Fall der Fälle jedoch über schlagkräftige Alternativen. So sind mit dem Shootingstar Nani von Manchester United und Hugo Almeida von Werder Bremen zwei junge Spieler in Lauerposition, die jederzeit die Etablierten ersetzen können.

EM-Tipp für das Spiel Tschechien gegen Portugal

Tschechien (bzw. die Tschechische Republik und die Vorgängerstaaten) und Portugal traten schon zehnmal offiziell gegeneinander an. Dabei gewann Tschechien viermal und Portugal dreimal. Die letzte Begegnung ist mittlerweile schon zwölf Jahre her, und fand auch bei einer Europameisterschaft statt - 1996 besiegten die Tschechen die Portugiesen im Viertelfinale mit 1:0. Angesichts der besseren und kreativeren Spielanlage der Portugiesen und der Ausgeglichenheit in der Defensive beider Mannschaft ist Portugal im Vorteil. Deshalb als Tipp zwischen Tschechien und Portugal mal ein 1:2. Aber auch ein Unentschieden würde beiden Mannschaften helfen.

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Thema: Europameisterschaft Fußball, Sportwetten-Tipps

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5 Kommentare

  1. tipp? ^^

  2. Dann kommt man wieder auf die seite hier

  3. 3
    Sportsmann 
    Mittwoch, 11. Juni 2008

    Hat ja gut geklappt. :-) Aber die Tschechen waren auch stark verbessert gegenüber dem ersten Spiel.

  4. 4
    Sportsmann 
    Mittwoch, 18. Juni 2008

    Einen Tipp fürs Viertelfinale zwischen Portugal und Deutschland gibt es hier.

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