Barcelona gegen Manchester Tipp zum CL-Finale
Montag, 25. Mai 2009 | Autor: Sportsmann
Das Finale der Champions League in Rom bestreiten 2009 der englische Meister und Titelverteidiger Manchester United sowie der spanische Meister FC Barcelona. Beide Mannschaften sind mit Weltklassespielern vollbesetzt und haben in dieser Saison Maßstäbe im Fußballspiel gesetzt, so dass beide Mannschaften nicht unverdient im Finale der Champions League stehen – auch wenn man einwenden könnte, dass beide Mannschaften in den letzten Jahren sehr hohe Transfersummen für neue Spieler ausgegeben haben; Erfolg mithin doch käuflich sei.
Mögliche Taktik und Aufstellung für das CL-Finale Barcelona gegen Manchester
Sowohl der FC Barcelona als auch Manchester United haben mit personellen Problemen zu kämpfen. So ist Manchesters Innenverteidiger Rio Ferdinand seit drei Wochen aufgrund einer Wadenverletzung nicht spielfähig und wurde im letzten Spiel der Premier League wiederum geschont, um ohne Schmerzen in das CL-Finale gehen zu können. Fraglich ist allerdings, inwieweit der Trainer Alex Ferguson pokert, um den Gegner zu verwirren – ein nicht 100% leistungsfähiger Rio Ferdinand wird gegen Barcelonas Offensive jedenfalls nicht viel ausrichten können, zumal immer die Gefahr bestünde, dass die noch nicht auskurierte Verletzung wieder ausbricht. Als Alternative stünde in der Innenverteidigung der relativ unerfahrene Johnny Evans bereit. Außerdem ist bei Manchester United Darren Fletcher gesperrt, so dass im Mittelfeld eine Position frei wird, die wahrscheinlich durch den zweimaligen Gewinner der Champions League, Paul Scholes, besetzt wird.
Die Aufstellung von Manchester United könnte so aussehen:
Rooney
Park Ronaldo
Anderson Carrick Scholes
Evra Vidic Ferdinand O’Shea
van der Sar
Auch der FC Barcelona hat mit Verletzungssorgen und Sperren zu kämpfen, die größtenteils aus den Halbfinalspielen mit dem FC Chelsea London resultieren. So fehlt der Linksverteidiger Eric Abidal aufgrund einer roten Karte und der Rechtsverteidiger Daniel Alves aufgrund der dritten gelben Karte. Zudem fallen die Innenverteidiger Gabriel Milito und Rafael Márquez verletzt aus, so dass die katalanische Abwehrreihe völlig neu sortiert und abgestimmt werden muss. Deshalb durfte neben Yaya Touré der 22-jährige Spanier Gerard Piqué in der Innenverteidigung spielen, der in der vergangenen Saison noch mit Manchester United die Champions League als Ergänzungsspieler gewinnen konnte. Für wen das ein Vorteil ist, bleibt noch fraglich. Die Schwächen eines Spielers lassen sich aber leichter in der Defensive ausnutzen. Weiterhin wird bei Barcelona viel Arbeit zukommen, die Defensive unter Wettkampfbedingungen und gegen so eine großartige Mannschaft wie Manchester United abzustimmen. Je schneller das funktioniert, umso effektiver und effizienter kann dann auch das bekannte Offensivspiel vorgetragen werden. Wenn der katalanische Trainer Pep Guardiola als Linksverteidiger tatsächlich auf Sylvinho zurückgreift, dann kommt es auf dieser Seite nämlich zu einem eindeutigen Mismatch: Langsamkeit und Erfahrung gegen Schnelligkeit, Ballkontrolle, Kraft und Phantasie.
Barcelona muss also vor allem seine Stärke in der Offensive dagegensetzen, damit die gesamte Abwehrreihe samt Sylvinho nicht zu oft in Verlegenheit gebracht wird. Zu Barcelonas Stärken gehören unzweifelhaft das Passspiel und die dabei gezeigte Passsicherheit; Xavi, Iniesta und Messi können noch auf engstem Raum kreativ sein, indem sie sich mit einem Antritt von den umzingelnden Gegenspielern befreien oder einen Pass zum Mitspieler spielen, der sich während der Ballbewegung in den antizipierten, vorher noch nicht sichtbaren Raum bewegt - so setzt sich Kombination um Kombination fort, bis der Torschuss gewagt werden kann.
Die Aufstellung vom FC Barcelona könnte so aussehen:
Eto’o
Henry Messi
Iniesta Keita Xavi
Sylvinho Piqué Touré Puyol
Valdes
Tipp für das CL-Finale Barcelona gegen Manchester
Beide Mannschaften haben trotz ihrer nationalen Titel und der guten CL-Spiele in dieser Saison nicht restlos überzeugt. Wie immer bei wichtigen Spielen zweier Weltklassemannschaften kommt es auf die Tagesform an und die spektakulären Einzelaktionen der Spieler an, die ein Spiel schon entschieden können. Aufgrund der neu geordneten katalanischen Abwehrreihe wird Manchester von Beginn an Druck ausüben und diese Abwehrreihe zu Fehlern zwingen, so dass in der ersten halben Stunde ein klares Plus an Torchancen für Manchester zu verzeichnen sein sollte. Dann wird man sehen, wie stark die Viererkette Barcelonas tatsächlich ist. Mein Tipp für dieses Spiel: 2:1 in der Verlängerung für Manchester United.
